Workshop 7

Solidarität in der Gesundheitspolitik

Das schweizerische Gesundheitswesen hat im internationalen Vergleich einen ausgezeichneten Stand, beansprucht aber auch einen vergleichsweise hohen und weiterhin wachsenden Anteil an der Wirtschaftskraft. Infolge der anhaltend dynamische Entwicklung - akzentuiert aufgrund der demographischen Entwicklung - ist die Politik auf kantonaler und auf eidgenössischer Ebene vor allem mit zwei schwierigen Herausforderungen konfrontiert: Die Dämpfung des Kostenwachstums im Gesundheitswesen und die Deckung des steigenden Bedarfs an Personal in den Gesundheitsberufen. Lösungen lassen sich nur durch das Zusammenwirken unter den Kantonen und mit dem Bund finden und umsetzen.

Wie weit die bisher getroffenen Massnahmen erfolgreich sind, ist umstritten: Neu eingeführte Instrumente wie die kantonalen Spitalversorgungsplanungen und die Koordination der hochspezialisierten Medizin (HSM) zeigen noch wenig Wirkung. Bei der Ausbildung des ärztlichen Personals wird es in der Schweiz weiterhin erhebliche quantitative Lücken geben. Und bei der Förderung der Ausbildung in den nichtärztlichen Gesundheitsberufen bestehen weiterhin grosse kantonale Unterschiede. Sind die Kantone überfordert, diese Probleme kooperativ und solidarisch zu lösen? Braucht es hier zunehmend Bundesregelungen als verbindliche Direktiven von oben?

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Dr. Philippe Perrenoud, Regierungsrat (BE), Gesundheits- und Fürsorgedirektor, Präsident der Gesundheitsdirektorenkonferenz GDK

 

Dr. Christoph A. Zenger, Geschäftsleiter Management im Gesundheitswesen, Universität Bern

 

Stefan Leutwyler, stv. Zentralsekretär der Gesundheitsdirektorenkonferenz GDK

 

Dr. Rolf Hochuli, Direktor der Praxisklinik Rennbahn AG, Muttenz

 

Moderation: Michael Jordi, lic. rer. pol. MPA, Zentralsekretär der Gesundheitsdirektorenkonferenz GDK